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KPM
Neue Faszination
Neue Faszination

Moderne (In der Kunst beginnt die Moderne mit dem Impressionismus ab ca. 1880)

Asymmetrisches und Abstraktion als gegenläufige Tendenzen lösen das bis dahin herrschende ästhetische Programm der Neuen Sachlichkeit ab. Ein neues Lebensgefühl entsteht, die Avantgarde ersetzt Überkommenes. „Zeitgeist“ ist eines der Schlagwörter der Moderne. Propagiert wird ein spielerischer Umgang mit der Form.
In der Umbruchzeit der 50er Jahre öffnet sich auch die Berliner Porzellan-Manufaktur den Einflüssen der Moderne in Formgestaltung und Malerei. Zu nennen sind hier die Künstler Siegmund Schütz, Hubert Griemert und Wolf Karnagel.
Abstrakte Malereidekore verweisen auf den Einfluss gegenstandsloser Malerei.

In den 50er Jahren werden die Donaueschinger Musiktage ins Leben gerufen, welche die Hörgewohnheiten grundlegend verändern (Klangfelder, sog. Cluster, finden Eingang in die Musik). Parallel dazu entstehen Farbfeldmalereien, die auf jede Gegenständlichkeit verzichten. 
In der Musik feiert die Oper „Der junge Lord“ von Hans Werner Henze Triumphe, zeitgleich mit Egon Eiermanns Neubau der Kaiser- Wilhelm- Gedächtnis- Kirche.
In der Literatur wären Heinrich Böll und T.S. Eliot zu nennen, Ingeborg Bachmann schließt mit ihren Gedichtzyklen an den Existenzialismus an.

Der KPM gelingt es, namhafte Künstler wie Ben Wargin, Bernd Zimmer und Emil Schumacher für Projekte zu gewinnen. Es war stets das Bemühen der Manufaktur, sich zeitgenössischen Strömungen zu öffnen und neue gestalterische Möglichkeiten zu finden.
In den 90er Jahren entsteht in der KPM- Werkstatt in Zusammenarbeit mit dem italienischen Designer Enzo Mari  eine neue Vasenkollektion und das Service Berlin.