KPM - Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

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Königliche Pracht
Rokoko ca. 1730-1770

Beherrschendes Stilmittel des Rokoko sind asymmetrische Formen, Muschel- und Rankenwerk (frz.: Rocaille).
Das preußische/ friderizianische Rokoko ist durch französische Lebensart bestimmt; die Hofsprache war französisch, Friedrich der Große ließ Schloss Sanssouci erbauen (1745-47 von Georg W. v. Knobelsdorff, Innenausstattung von Johann Michael Hoppenhaupt), Antoine Watteau gehört zu seinen bevorzugten Malern (schuf die neue Bildform der „fêtes  galantes“). Mit Voltaire, dem Philosophen der Aufklärung, pflegte der König eine umfangreiche Korrespondenz.

Die berühmten Abendgesellschaften zeigen uns Friedrich II. als Interpreten der Flötenkompositionen von Johann Joachim Quanz. Weitere Hofmusiker waren C. P. Emanuel Bach und Heinrich Graun. Erwähnenswert auch das für Friedrich komponierte „Musikalische Opfer“ von Johann Sebastian Bach.
Höhepunkt der Abendgesellschaften im Schloss Sanssouci war die festlich geschmückte Tafel mit Porzellan der Königlichen Manufaktur. 21 Tafelservice ließ der König für seine Schlösser fertigen, ein jedes mit bis zu 450 Einzelteilen.

Der Modellmeister der Manufaktur, Friedrich Elias Meyer, schuf die noch heute mustergültigen Formen Reliefzierat, Neuzierat, Antikzierat (Rocaille) und Neuosier, welche als beispielhaft für das friderizianische Rokoko gelten.

1739 Friedrich II. verfasst den „Antimachiavelli“, eine programmatische Schrift des aufgeklärten Absolutismus (1740 in der Bearbeitung Voltaires veröffentlicht)
1742 Eröffnung der Königlichen Oper unter den Linden mit „Cäsar und Kleopatra“
1763-69 Bau des Neuen Palais in Potsdam