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1786 bis 1797
Bis 1786: Friedrichs Geschenkboutique

Als Besitzer der KPM kommt der König lebenslang nicht mehr in Verlegenheit, über passende Geschenke nachdenken zu müssen. Die Staatsgeschenke stammen fast alle aus seiner Manufaktur und finden sich daher im russischen Zarenhaus ebenso wie auf den Tafeln der europäischen Königshäuser. Von 1765 bis zu seinem Tode im Jahr 1786, bestellt Friedrich II. für 200.000 Taler Porzellan bei KPM. Dies entsprach 21 Tafelservicen mit bis zu 450 Einzelteilen.

1796: Ganz energiebewusst

KPM modern: die Manufaktur forciert neue Technologien. Die brandneuen Öfen, von Steingutfabrikant Ungerer konstruiert, sind durch mehrere, übereinander liegende Brennkammern wesentlich effizienter.

Ab 1786: Ende der Barzahlung

Unter Friedrich Wilhelm II., Neffe und Nachfolger Friedrichs des Großen, wird die Manufaktur auch technologisch zum führenden Unternehmen. Der König deckt seinen Porzellanbedarf auch über seine Manufaktur, zahlt aber nicht bar, sondern lässt die Summen mit dem ihm zustehenden Gewinn verrechnen. Mit dem Betrieb geht es trotzdem steil aufwärts: Ab 1787 beträgt der durchschnittliche Reingewinn mehr als 40.000 Taler pro Jahr. 1790 gab Peter Biron Herzog von Kurland der KPM den Auftrag für ein neues Tafelservice: KURLAND.

1797: Mit Volldampf in die Zukunft

Zur mäßigen Freude der Anwohner zeigt sich die KPM fortschrittlich: Auf Anraten des Vorstands der Königlichen Porzellanmanufaktur-Kommission, Minister von Heinitz, erwirbt das Haus 1793 als erstes Unternehmen im Lande eine 10 PS starke Dampfmaschine, die auch nachweislich 10 Pferde einspart. 1795 wurde ein sogenanntes Gesundheitsgeschirr produziert, unter Verzicht auf bleihaltige Glasuren und Farben. Dieser Produktionszweig erwies sich als so erfolgreich, dass man es ab 1818 unter eigenständiger Leitung am Standort Tiergarten produzierte.