Ende des Krieges bedeutet auch das Ende des unternehmerischen Engagements
Gotzkowskys. Am 4. August 1763 stellt er seine Gehaltszahlungen ein. Da tritt der König höchstpersönlich auf den Plan und kauft Gotzkowsky die Porzellan-Manufaktur für die beachtliche Summe von 225.000 Reichstalern ab. Er übernimmt das gesamte Personal von 146 Mitarbeitern. Der Retter hat aber ganz pragmatische Gründe: Er will die kurbrandenburgische Wirtschaft ankurbeln. Am 19. September übernimmt Friedrich II. offiziell das Unternehmen. Er gibt ihm seinen Namen und sein Zeichen: das königliche Zepter. Die Manufaktur trägt von nun an den Namen Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin (KPM). Jedes Stück trägt auf der Unterseite als Markenzeichen das Zepter. KPM wird zum Musterbetrieb: Geregelte Arbeitszeit, überdurchschnittliches Einkommen, gesicherte Renten, Betriebskrankenkasse und Versorgung für Witwen und Waisen.Kinderarbeit ist ausgeschlossen, wofür der König nicht nur menschliche, sondern auch fachliche Gründe hat: Nur hochqualifizierte Fachkräfte können das hohe Niveau halten, das er zum Maßstab für seine Manufaktur macht.