Der Siebenjährige Krieg ist im fünften Jahr. Der Seidenhändler Johann Ernst Gotzkowsky gründet eine Porzellan-Manufaktur in Berlin. Am 11. Januar 1761 schließt Gotzkowsky mit dem schon unter Wegely beschäftigten Ernst Heinrich Reichard, der im Besitz des Arkanums ist, einen Vertrag ab. Reichard erhält laut Vertrag 4.000 Reichstaler für das Arkanum, 3.000 für den Porzellanvorrat und andere Materialien und arbeitet bei Gotzkowsky als Arkanist und Abteilungsleiter. Gotzkowsky kauft Anfang desselben Jahres das Dorvillesche Haus in der Leipziger Straße, das neben seinem eigenen Besitz liegt, und beginnt, Fabrikgebäude zu errichten. Dort wird die Manufaktur über 100 Jahre bleiben, obwohl der Standort denkbar ungünstig ist: Weitab der Spree, die als Wasserweg und Lieferant von Wasserkraft und Löschwasser Produktion und Transport deutlich günstiger gemacht hätte. Ebenfalls 1761 engagiert Gotzkowsky den Kändler-Schüler Friedrich Elias Meyer aus Meissen als Modelliermeister und Carl Wilhelm Boehme als Vorsteher der Porzellanmalerei.