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KPM
Modellwerkstatt

Der Modelleur erstellt nach der Zeichnung des Künstlers aus freier Hand ein erstes Gipsmodell im Maßstab 1:1, das in der Fachsprache Maquette genannt wird. Danach wird nach dieser Maquette ein Modell hergestellt, das sich von der Maquette dadurch unterscheidet, dass es ca. 16% größer ist, um die Trocken- und Brennschwindung der Porzellanmasse auszugleichen. Auch dieses Modell wird frei von Hand modelliert und erfordert höchstes handwerkliches Können. Um das Modell herum baut dann der sogenannte Einrichter eine mehrteilige Probeform aus Gips (Arbeitsform). Mittels dieser Arbeitsform werden nun erste Muster aus Porzellan hergestellt. Nun wird von dem endgültig abgestimmten Modell eine Mutterform hergestellt, aus der - in Extremfällen über 80 Einzelteile - nun Kunststoffeinrichtungen angefertigt werden. Diese  erlauben, jedes Formteil der Mutterform beliebig oft zu kopieren.