KPM - Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

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KPM
Glasieren

Die Porzellane bis auf Flachgeschirre werden per Hand in eine mit Glasur gefüllte Wanne getaucht. Durch die Aufnahmefähigkeit des Scherbens und die definierte Eintauchzeit ergibt sich eine Glasurschicht in gewünschter Stärke und Verteilung. Erfordert das Design eines Artikels unglasierte Stellen (Biskuit), so werden diese vor dem Glasieren sorgfältig von Hand mit Wachs bzw. einem Speziallack abgedeckt. Dieser Schutz verbrennt dann beim Brand im Ofen.

Mit dem Gut- oder Glattbrand, der nach dem Glasieren erfolgt, verbindet sich die Glasur fest und durchsichtig mit dem Scherben. Dabei sintert das Porzellanteil bei etwa 1420°C und der Körper schwindet auf das Maß der ursprünglichen Maquette. Auch erhält das Porzellan nach diesem Brand seine endgültigen physikalischen Eigenschaften. Eine der vielen Besonderheiten der KPM-Porzellane ist z. B., Obertassen mit glasiertem Mundrand herzustellen. Dazu wird die Tasse vor einem zweiten Gutbrand nochmals glasiert. Ein Brennzyklus beim Gutbrand dauert ca. 19 Stunden. Komplizierte, für Rissbildung anfällige Porzellane werden 55 Stunden gebrannt. Nach dem Brennen werden die Unterseiten aller Porzellane in der Schleiferei glattgeschliffen.